Trends
24. November 2009
11.30 – 13.00 Uhr - Regensburg - Forum Nr. 09-01-24
Verwaltungsmodernisierung in Europa durch Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie - das Beispiel Großbritanniens und Schwedens
Referenten:
Prof. Martin Trybus, University of Birmingham, Großbritannien
Prof. Gunilla Edelstam, Sodertorn University, Huddinge, Schweden
Moderation:
Prof. Dr. Ulrich Stelkens, DHV Speyer
Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie (Richtlinie 2006/123/EG über Dienstleistungen im Binnenmarkt) ist in Deutschland zum Anlass genommen worden, namentlich durch das 4. VwVfÄndG das Verwaltungsverfahrensrecht und das Recht der Wirtschaftsaufsicht auch jenseits der Fälle grenzüberschreitender Dienstleistungserbringung zu vereinfachen und „kundenfreundlicher“ auszugestalten.
Stichworte sind: Einheitlicher Ansprechpartner, eGovernment, Genehmigungsfiktion, Abbau von Genehmigungsvoraussetzungen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Bei diesen Reformen war und ist den politischen Akteuren bewusst, dass es sich nicht um eine 1:1-Umsetzung der Richtlinie handelt: Die Dienstleistungsrichtlinie ist vielmehr als Impulsgeber für allgemeine Maßnahmen des Bürokratieabbaus und der Verwaltungsmodernisierung behandelt worden.
Das Forum soll die Frage stellen, ob auch andere Mitgliedstaaten der EU ein vergleichbares Umsetzungskonzept verfolgt haben. Hierzu sollen die Umsetzungsmaßnahmen von Großbritannien und Schweden – zweier Mitgliedstaaten, die weithin als Vorreiter der Verwaltungsmodernisierung gelten – analysiert und mit dem deutschen Umsetzungskonzept verglichen werden.
15.30 – 17.00 Uhr - New York III - Forum Nr. 09-02-24
Serviceorientierung in den Ländern und Kommunen neu gedacht – Ansatzpunkte und Erfolgsfaktoren
- IT als Möglichmacher und Gestaltungsinstrument: Serviceverbesserung und Effizienzsteigerungen ohne Widerspruch
- ServiceStadt Berlin 2016: Eine Zukunftsstudie wird umgesetzt
Referenten:
Dr. Marianne Wulff, Geschäftsführerin Vitako,
Udo Rienaß, Abteilungsleiter Zentraler Service, Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin
Moderation:
Dr. Marianne Wulff, Geschäftsführerin Vitako
„ServiceStadt Berlin 2016“ – ein Titel, der das Leitbild der kundenorientierten Dienstleistungsverwaltung auf den Punkt bringt. Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport wird berichten, wie die Berliner Verwaltung dieses Leitbild auch zukünftig mit Leben erfüllen will. Basis für die erfolgte Neuorientierung ist eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) für die Senatsverwaltung, in der untersucht wurde, wie sich fundamentale demografische, gesellschaftliche und technologische Rahmenbedingungen entwickeln werden und welche Effekte dies für die Arbeit der Berliner Verwaltung mit sich bringt. Der Senat erhielt damit wichtige Hinweise, wie die Verwaltung der Zukunft gestaltet sein sollte.
Die Veranstaltung schließt an MODERNER STAAT 2008 an; dort wurde die Studie vorgestellt. Jetzt wird der Referent berichten, wie Berlin die Ergebnisse der Zukunftsstudie umsetzt.
Inwiefern besonders die Informationstechnik heute und morgen als Möglichmacher und Gestaltungsinstrument einen Ausbau der Serviceorientierung der öffentlichen Verwaltung unterstützen kann, ohne notwendige Effizienzsteigerungen aus den Augen zu verlieren, soll abschließend vertieft diskutiert werden.

25. November 2009
11.30 – 13.00 Uhr - Regensburg - Forum Nr. 09-03-25
Forum „Junge Forschung“
- Deutsche Entsendepolitik zur Europäischen Union
Referent: Dr. Benedikt Speer, Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer - Sanierungsfall „Beamtenversorgung“? Rechtliche Perspektiven zu ihrer Weiterentwicklung
Referentin: Melanie Funke, LL. M., Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer - Nachhaltige Finanzierung der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes
Referent: Stefan Preller, Dipl.-Vw., Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer - Ausländer- und Integrationsbeauftragte aus verwaltungsgeschichtlicher und verwaltungswissenschaftlicher Perspektive
Referentin: Stefanie Nick-Magin, M.A., Deutsches Forschungsintitut für öffentliche Verwaltung Speyer
Moderation:
Prof. Dr. Gisela Färber, DHV Speyer
Erneut stellen junge Forscher ihre Forschungsthemen vor, mit denen sie aktuelle Probleme und zukünftige Entwicklungen in Staat und Verwaltung aufgreifen, analysieren und neue Lösungen präsentieren.

14.00 – 15.30 Uhr - Regensburg - Forum Nr. 09-04-25
Metropolitan Governance: „Ruhr 2010 – Kulturhauptstadt Europas“
Referent:
Marc Grandmontagne, Leiter des Büros der Geschäftsführung, RUHR.2010 GmbH
Europäische und euroregionale (Kultur-) Politik als Herausforderung der Metropolitan Governance
Referent:
Dr. Joachim Beck, Euro-Institut - Institut für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Kehl-Strasbourg
Moderation:
PD Dr. Christian Koch, DHV Speyer
Der Themenkomplex Metropolitan Governance: Das Beispiel „Ruhr 2010 – Kulturhauptstadt Europas" nimmt ein aktuelles und in die Zukunft weisendes kultur- und europapolitisches Anliegen in den Blick.
Essen und das Ruhrgebiet bilden siedlungsgeographisch, wirtschaftlich, regionalpolitisch, vor allem aber auch kulturell einen Sinn- und Gestaltungszusammenhang als urbane Kulturlandschaft. Hier gilt es, dauerhaft durch leistungsfähige Institutionen gestützt und durch belastbare Infrastruktur unterfangen unter maßgeblicher Beteiligung der Zivilgesellschaft einen kultur-politischen Handlungsraum zu stärken, eingebettet in ein System politischer und gesellschaftlicher Steuerung unter Einsatz aller Formen kommunalpolitischer Zusammenarbeit; wichtige Aspekte sind intelligente Informations- und Managementsysteme, Agenturen etc., die Einbindung von Unternehmen und gesellschaftlichen Engagements, Identitätsstiftende Aussagen und Programme, aber kulturpolitisch zugleich auch in dem Respekt gegenüber der Vielfalt und wechselnden Perspektiven in den kulturellen Erscheinungsformen und Ausdrucksweisen, vielleicht im Sinne einer Metropolitan Cultural Governance.
Strukturelle – nachhaltige – Effekte sollen die Stadt Essen und das Ruhrgebiet über die besondere kulturelle Funktion im Jahr 2010 und über eine bloße "Eventmaschine" hinaus dauerhaft als eine Kulturmetropole mit einer spezifischen regionalen, aber auch überregional wahrnehmbaren und eben auch europäischen Identität ausweisen und bestätigen, infrastrukturell z.B. durch eine dauerhafte Vernetzung von Orten der Industriekultur, etc.

Das komplette Kongressprogramm zum Download
Kongressprogramm [PDF | 608 KB | Änderungen vorbehalten]
Zum Anzeigen der PDF-Dokumente benötigen Sie den Acrobat Reader, welchen sie sich hier kostenlos downloaden können.

